Mehrgenerationen-Haus Amberg

Der Name >Cult.Com< steht für Kultur- und Kommunikationszentrum Amberg. Ein  Mehrgenerationenhaus im Herzen der Altstadt als zentraler Begegnungsort für alle Amberger. In Mehrgenerationenhäusern wird das aktive Miteinander der Generationen gelebt. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und fördern ein neues nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Der generationenübergreifende Ansatz dieser Häuser bewirkt, dass Junge Älteren helfen und umgekehrt. Das Zusammenspiel der Generationen bewahrt Alltagskompetenzen sowie Erfahrungswissen. Lebenserfahrungen älterer Bürger gehen nicht mehr in der Anonymität verloren, sondern können an junge Menschen weitergegeben werden. Umgekehrt erfahren Senioren mehr über die Denk- und Handlungsweisen der Jugend. Der Zusammenhalt unter den Bürgern wird gefördert und gestärkt. Junge Menschen können hier soziale Erfahrungen sammeln, die sich bezogen auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und sozialen Kompetenz positiv auswirken. Der Mittelpunkt von >Cult.Com Amberg<  könnte z.B. ein Bistro oder ein Cafe sein. Hier begegnen sich Menschen, kommen miteinander ins Gespräch und knüpfen erste Kontakte. Dieser Offene Treff kann sich zu einer Art Börse für gegenseitige Hilfen entwickeln. Motto: Wer kann wen wie helfen.

 >Amberger Bunt< ist der Meinung, dass aufgrund des demografischen Wandels in der Bevölkerung ein Mehrgenerationenhaus in Amberg zwingend notwendig ist. Die Menschen leben heute nicht mehr mit mehreren Generationen in einem Haushalt und sind mehrheitlich im Alter auf sich alleine gestellt. Dieser Umstand und zudem auch der Fakt, dass Menschen immer älter werden, erfordern kommunale Maßnahmen, welche die Alltagskompetenz von Senioren und Menschen mit Einschränkungen sichern und garantieren. Niemand darf ausgegrenzt werden, jeder soll am Stadtleben teilhaben können. Selbstverständlich muss ein Mehrgenerationenhaus für alle  leicht erreichbar sein, will heißen, es muss ein entsprechende Verkehrskonzept entwickelt werden.

 Aus unserer Sicht verschließt die „große Politik“ ihre Augen noch immer vor der Tatsache, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen drastisch erhöhen wird, die der jungen Pflegekräfte aufgrund der niedrigen Geburtenrate und der schlechten Bezahlung jedoch abnimmt. Deshalb müssen auch neue Wege bei der Begleitung älterer Menschen angedacht werden. So könnten sich rüstige ältere Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der gemeinsamen Gestaltung ihres Zusammenlebens beteiligen bzw. alltägliche Hilfen anbieten. Dies führt zu mehr Selbständigkeit und weniger Unselbständigkeit – wer kann, bringt sich ein und fühlt sich so besser, weil er das Gefühl bekommt, noch gebraucht zu werden. Dazu müssten natürlich auch neue Strukturen geschaffen werden – ein Mehrgenerationenhaus wäre dafür sicherlich bestens geeignet. So könnten wir eine neue Form „bürgerschaftlichen Engagements“ schaffen, das nicht mehr so abhängig von traditionellen Institutionen und Organisationsformen ist. Der Vorteil für alle ist dabei, dass der Betreuungsaufwand, die Arztbesuche und der Medikamentenverbrauch zurückgehen. Das Ganze kostet weniger und die Senioren fühlen sich wohler.

Ein Mehrgenerationen-Haus bietet ungeahnte Möglichkeiten Amberg  menschengerecht und lebenswert zu gestalten, eine Stadtkultur für die Zukunft.